DM der U14 in Hösbach - Platz 3 für Jegor Smoroda
Im unterfränkischen Hösbach bei Aschaffenburg fanden vom 12.-14.06.2026 die diesjährigen Deutschen Meisterschaften der U14-Jugendlichen statt. Aus 12 Verbänden aus dem ganzen Bundesgebiet nahmen insgesamt 103 Jugendliche Ringer bis 14 Jahren teil.
Für den ASV Schwäbisch Hall nahmen Erik Bredgauer und Jegor Smoroda für den württembergischen Ringerverband teil - Jegor Smoroda erkämpft sich den Dritten Platz.
Erik Bredgauer startete in der Gewichtsklasse bis 44 Kilo. Das mit 14 Jugendlichen sehr starke Teilnehmerfeld dieser Gewichtsklasse bot zahlreiche spannende Kämpfe. So sicherte sich Louis Freiberg (TuS Adelhausen, Verband Südbaden) den nationalen Titel, gefolgt von Teijo Jonni Pekka Cechant von der SG Weilimdorf (Verband Württemberg) und Tim Luca Morgen (TUS Hellersdorf, Verband Berlin). Erik Bredgauer landete, nach einer Schulterniederlage gegen den späteren Deutschen Meister und den am Turnierende sechstplatzierten Luke Ulrich von der KSV Germania Krefeld (Verband NRW), auf Platz 11.
In der Gewichtsklasse bis 62 Kilo musste Jegor Smoroda in fünf Durchgängen sein Können beweisen. Zunächst ging es gegen Dmitriy Shtybin von der TSG Hofgeismar (Verband Hessen). Smoroda lieferte sich mit dem Hessen über die volle Kampfzeit von vier Minuten einen spannenden Schlagabtausch, den er am Schluss mit 10:6 Punkten für sich entscheiden konnte. Gegner Shtybin landete am Ende auf Platz 8. Schneller ging es in Runde zwei. Hier musste Enzo Henkel vom 1. Luckenwalder SC (Verband Brandenburg) noch in der zweiten Minute auf die Schultern. Der Brandenburger beendete das Turnier auf Platz 11. Sehr knapp wurde es gegen Verbandskollegen Anatoli Schlee vom ASV Schorndorf. Die Begegnung ging über die volle Kampfzeit und bot gleich zu Beginn eine faustdicke Überraschung. Zunächst sah es so aus, als würde der Schorndorfer mit einem Überwurf aufwarten. Doch Smoroda konnte den Griff abfangen und landete mit seinem Gegner auf dessen Schultern. Bis zur Pause musste sich Schlee gegen die Schulterniederlage wehren und rettete sich zum Schlussgong. Nach der Pause ging es genauso weiter. Schlee setzte zu einem Überwurf an, den der Haller wiederum kontern konnte. Und auch bei dieser Aktion landete der Schorndorfer auf den Schultern, der sich gekonnt aus der Schulterlage befreite. In der Folge musste Jegor einen sauberen Kopfhüftschwung seines Gegners hinnehmen und landete in der roten Zone auf der Schulterlage. Sehr knapp entging Jegor einer Schulterniederlage. Nach einem verkrachten Versuch zu einem Kopfhüftschwung sicherte sich sein Gegner nochmal zwei Kampfpunkte. Beide Gegner lagen am Ende völlig erschöpft auf der Matte. Smoroda hatte seinen 8-Punkte-Vorsprung über den Pausengong retten können und ging mit 8:6 Punkten als Sieger von der Matte. Damit ging auch Runde drei an den Haller. Schlee belegte am Ende Platz 5 des Turniers. In der Folge musste Smoroda gegen den späteren Vizemeister Timur Muhametow von der SV Wacker Burghausen (Verband Bayern) auf die Matte. Der Bayer trat taktisch sicher auf und konterte mehrere Angriffe des Hallers und sammelte Punkt um Punkt. Am Ende siegte Muhametow mit einer klaren Technischen Überlegenheit von 10:0 Punkten. Damit ging es in die Finalrunde um Platz 3. Hier stand Hamza Öncül vom KSV Ketsch (Nordbaden) als Gegner fest und machte bereitete dem Haller zu Beginn des Kampfes einige Schwierigkeiten. Zunächst musste der Haller in die Bodenlage, weil er sich zu lange passiv verhalten hatte, und gab damit zunächst einen Punkte ab. Der Nordbadener konnte die Bodenlage von Smoroda für sich ausnutzen und setzte einen Druchdreher an und erzielte dadurch weitere zwei Punkte. So stand es zur Pause 0:3 für den Ringer des KSV Ketsch. Jegor konnte zu Beginn der zweiten Runde einen Kopfhüftschwung an und konnte Gegner Öncül auf die Schultern werfen, der sich aber aus der gefährlichen Lage befreien konnte. Für die saubere Technik des Hallers gab es vier Kampfpunkte, die Jegor die letzte Minute taktisch verteidigen konnte. Damit hatte sich der Ringer aus der Kocherstadt den dritten Platz des Turniers gesichert.

